Ein Bestandteil des E+E-Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung aus biologischer Sicht. Grundlage bildet eine Voruntersuchungsphase, die bis zum Frühjahr 2024 durchgeführt wurde. In dieser Zeit wurden umfangreiche Daten zur Artenvielfalt und zum ökologischen Potenzial der Projektflächen erhoben. Diese Ergebnisse bildeten die Basis für die Planung flächenspezifischer Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, die nun im Hauptvorhaben umgesetzt werden.

Das Naturkundemuseum untersucht bis in das Jahr 2029 auf insgesamt zehn Projektflächen im Stadtgebiet von Erfurt die Entwicklung der biologischen Vielfalt. Der Schwerpunkt liegt auf verschiedenen Organismengruppen, darunter Insekten und Spinnentiere, Vögel, Reptilien sowie Pflanzen. Ein Großteil der Erhebungen erfolgt mithilfe standardisierter Fangmethoden wie Farbschalen, Bodenfallen und Malaisefallen, mit denen unterschiedliche Insektengruppen erfasst werden können.

Die Bestimmung der gesammelten Organismen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit externen Fachleuten sowie Taxonominnen und Taxonomen. Dieses Fachwissen ist entscheidend, um die Artenvielfalt der Flächen zuverlässig zu erfassen und Veränderungen im Laufe des Projekts wissenschaftlich zu dokumentieren.

Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie innerstädtische Bahntrassen zur Förderung der Biodiversität beitragen können. Sie sollen ein vergleichendes „Vorher-Nachher-Bild“ ergeben, wodurch eine Evaluation der Maßnahmen des Hauptvorhabens ermöglicht wird. Gleichzeitig sollen die gewonnenen Erfahrungen als Grundlage für weiterführende Handlungsempfehlungen dienen, damit ähnliche Ansätze künftig auch in anderen Städten umgesetzt werden können.

Weitere Informationen:

https://www.naturkundemuseum-erfurt.de/wissenschaft/forschung-projekte/inba/