Willkommen beim InBa – Vorhaben

Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) geförderte Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Innerstädtische Bahntrassen – vernetzte Lebensräume für Pflanze, Mensch und Tier“ untersucht die multifunktionale Nutzung von bahntrassenassoziierten Flächen in Erfurt. Ziel des Projektes ist es, bundesweit relevante Erkenntnisse über das Potenzial dieser bislang wenig genutzten Flächen für den Biotopverbund und die Naherholung im urbanen Raum zu gewinnen.
Dabei sollen – insbesondere in verdichteten städtischen Räumen – Biotopverbund, Naherholung, Naturerfahrung und Umweltbildung zusammengedacht werden.

Hier werden in Zukunft Neuigkeiten und Wissenswertes über unser Vorhaben veröffentlicht.

Vernetzte Lebensräume im Blick

Im Rahmen des Hauptvorhabens entwickelt und erprobt die Stadt Erfurt Möglichkeiten der multifunktionalen Nutzbarmachung von bahntrassenassoziierten Flächen, insbesondere für Biotopverbünde und diverse Erholungsfunktionen im Stadtraum.

Die wissenschaftliche Begleitung (WB) durch das Naturkundemuseum der Stadt Erfurt sowie zwei Teams der Fachhochschule Erfurt untersucht die umgesetzten Maßnahmen aus naturschutzfachlicher, freiraumplanerischer sowie landschaftsplanerischer Perspektive. Dazu gehört die fortlaufende Erfassung der Maßnahmen und ihrer Auswirkungen sowie deren fachspezifische Bewertung. Die detaillierten Fragestellungen der einzelnen Fachbereiche sind unter den jeweiligen Selbstdarstellungen der WB´szu finden.

Mithilfe der gewonnenen Daten und Erkenntnisse soll eine Handlungsempfehlung zur Entwicklung und Pflege multifunktionaler Biotopflächen entlang von Bahntrassen und die Verknüpfung von geeigneten Teilflächen im urbanen Raum erarbeitet werden, die deutschlandweit angewendet werden kann.

Im Rahmen des E+E-Vorhabens wird konkret an folgenden Zielen gearbeitet

  • Erhaltung, Wiederherstellung und Vernetzung wertvoller Biotope (insbesondere offener Trockenlebensräume) im urbanen Raum sowie deren Anbindung an das Umland
  • Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Bereich der Bahntrassen  
  • Entwicklung und Pflege von Lebensräumen hochgradig gefährdeter Tier- und Pflanzenarten im Bereich der Bahntrassen
  • Erfassung, Nutzung und Optimierung vorhandener Infrastrukturelemente (z. B. Gebäude, Leitungsmasten, Regenrückhaltebecken) als Niststätten für gefährdete Tierarten
  • Aktivierung städtischer Konversions- und Brachflächen als erlebbare Freiräume
  • Schaffung von Bildungsangeboten zur nachhaltigen Entwicklung (z. B. „Wildnis-Erlebnisfläche Brac- hfläche“)
  • Erprobung von Kooperationsmöglichkeiten mit der DB zum naturschutzgerechten Management bahnbegleitender Flächen im städtischen Bereich
  • Erprobung der Erkenntnisse und Ansätze zum Umgang mit innerstädtischen Bahnbrachen und aktiven Bahnstrecken unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten

Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

Projektlaufzeit

Nach der Voruntersuchung von Mai 2021 bis Dezember 2023 erfolgt ab Mitte 2024 die fünfjährige Hauptuntersuchung. Diese wird durch die wissenschaftliche Begleitung bis Juli 2029 evaluiert.

Bahntrasse

Die innerstädtischen Bahntrassen von Erfurt umfassen 49 km aktiv genutzte und 13 km stillgelegte Strecke.

Untersuchungsflächen

Entlang der innerstädtischen Bahntrassen wurden 25 Flächen identifiziert, 22 floristisch-faunistisch untersucht und daraus 10 für konkrete Maßnahmen ausgewählt.

Das Projekt-Konsortium besteht aus dem Team des Hauptvorhabens, welches mit der Projektdurchführung betreut ist, sowie den drei Teams der wissenschaftlichen Begleitung (WB).

Das Hauptvorhaben wird von der Stadt Erfurt (Umwelt- und Naturschutzamt) bearbeitet. Die Fachhochschule Erfurt untersucht in zwei Teams die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen unter stadt- und freiraumplanerischer Perspektive sowie in Hinblick auf naturschutzfachliche und landschaftsplanerische Fragestellungen. Das Naturkundemuseum der Stadt Erfurt führt ergänzend ein naturschutzfachliches Monitoring ausgewählter Faunen- und Florengruppen durch.

WB Stadt- und Freiraumplanung

Prof.in Dr.-Ing.
Doris Gstach

Projektleiterin


Stefanie Werner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Sven Messerschmidt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter



WB Landschaftsplanung

Prof.in Dr.
Ilke Marschall

Projektleiterin

Dr.in
Cindy Völler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr.in
Jessica Machalett

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Gitishree Panda-Lummitsch

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

WB Naturkundemuseum

Dr.in
Anna Friedel

Projektleiterin


Johanna Pilz

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Christopher Wild

Wissenschaftlicher Mitarbeiter



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